Herzlich willkommen!

Wir laden Dich herzlich ein, Dich hier über uns, unsere Amnesty-Gruppe Aurich, unsere Veranstaltungen und unsere weitere Arbeit zu informieren. Wenn Du bei uns mitmachen willst, kontaktiere uns gerne per info@amnesty-aurich.de. Oder schau ganz unverbindlich bei einem unserer nächsten Gruppentreffen vorbei. Das nächste Mal treffen wir uns am Montag, dem 9. März um 18:30 Uhr im Familienzentrum Aurich.

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Frauenrechtsverletzungen sind Alltag in Afghanistan

Einladung zu einer Lesung im Rahmen der 36. Auricher Frauenwochen

Im Mittelpunkt steht die Situation von Frauen und Mädchen im Afghanistan unter der Herrschaft der Taliban. Nach einem kurzen Einblick in die Menschenrechtslage im Land am Hindukush werden Vorleser*innen von Lesetoll Texte afghanischer Autorinnen vorlesen. Zudem wird Arefeh Rahimi, die vor kurzem aus Afghanistan nach Deutschland geflohen ist, an diesem Abend aus ihrem Leben und dem Leben der Frauen in Afghanistan erzählen.

📍 Familienzentrum Aurich, Jahnstr. 6, Aurich
🎟️ Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich – begrenzte Platzzahl
👥 Veranstalter: Amnesty International Aurich & Lesetoll e.V.

Der Eintritt ist frei.

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„Googoosh – Made of Fire“

Menschenrechte im Kino

Der Film aus dem Jahr 2024 porträtiert das Leben der iranischen Sängerin und Schauspielerin Googoosh (bürgerlich Faegheh Atashin), die als Ikone der iranischen Popkultur gilt und zum Symbol für Widerstand und Hoffnung wurde. Der Film zeichnet Googooshs Karriere nach, die bereits im Kindesalter begann. In den 1970er-Jahren erlangte sie internationale Bekanntheit mit Auftritten in Ländern wie den USA, Italien und Frankreich. Nach der Islamischen Revolution 1979 wurde ihr das öffentliche Auftreten verboten, sie stand unter Hausarrest und durfte das Land nicht verlassen. Erst 2000 gelang ihr die Ausreise und ein Comeback im Exil. Der Film beleuchtet auch ihre Rolle als Stimme des Widerstands, insbesondere im Zusammenhang mit den Protesten nach dem Tod von Jina Mahsa Amini im Jahr 2022.

Im Anschluss an die Filmvorführung sprechen wir mit Regisseurin Niloufar Taghizadeh über den Film, die iranische Gesellschaft, deren Umgang mit Frauen und die Menschenrechtslage im Land.

📍 Europahaus Aurich, Von-Jhering-Str. 33, Aurich
🎟️ Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich – begrenzte Platzzahl
👥 Veranstalter: Amnesty International Aurich & Europahaus Aurich

Der Eintritt ist frei.

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Ein Toast auf die Freiheit

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Am Anfang von Amnesty International steht ein Trinkspruch: Zwei portugiesische Studenten stoßen in einem Café in Lissabon auf die Freiheit an. Doch in den Sechzigerjahren herrscht in Portugal eine Diktatur, die keine Kritik duldet – die Erwähnung des Wortes „Freiheit“ ist verboten. Die zwei Studenten werden festgenommen und später zu sieben Jahren Haft verurteilt.

1.500 Kilometer entfernt fährt der 39-jährige Anwalt Peter Benenson im November 1960 mit der Londoner U-Bahn in seine Kanzlei, als er in der Zeitung eine Meldung über das Urteil gegen die beiden Portugiesen liest. Es ist nicht das erste Mal, dass er erfährt, dass Menschen wegen ihrer Gesinnung verfolgt und eingesperrt werden. Doch die Meldung aus Lissabon geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Benenson will nicht mehr länger über solches Unrecht lesen, er will etwas tun. Er weiß nur noch nicht, wie. ric.Aufgewühlt läuft er durch die Straßen Londons. In der Kirche St. Martin in the Fields kommt ihm der Gedanke.

Am 28. Mai 1961 veröffentlicht er in der Zeitung „The Observer“ den Artikel „The Forgotten Prisoners“, der mit den Worten beginnt: „Schlagen Sie Ihre Zeitung an irgendeinem beliebigen Tag auf, und Sie werden eine Meldung aus irgendeinem Teil der Welt lesen: Ein Mensch ist eingekerkert, gefoltert, hingerichtet worden, weil seine Ansichten oder religiösen Überzeugungen nicht mit denen der Regierung übereinstimmen.“ Benenson fordert die Leserinnen und Leser auf, mit Appellschreiben öffentlichen Druck auf die Regierungen zu machen und von ihnen die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Die Resonanz ist überwältigend. 30 große Zeitungen in verschiedenen Ländern drucken den Artikel nach. Allein in den ersten Wochen melden sich mehr als Tausend interessierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Im Juli 1961 wird beschlossen, die ursprünglich auf ein Jahr angelegte internationale Kampagne in eine feste Organisation zu verwandeln. Heute ist Amnesty eine weltweite Bewegung, die in über 150 Ländern vertreten ist. Über sieben Millionen Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Aktivistinnen und Aktivisten setzen sich dafür ein, dass auch 50 Jahre nach Benensons Appell die politischen Gefangenen dieser Welt nicht vergessen werden.

Seit 2013 existiert auch in Aurich wieder eine Amnesty-Gruppe. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, verabschiedet von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 ist unsere Richtschnur.

Hier findet ihr sie:  https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte

24. Februar 2026